Sonntag, 1. März 2015

Rezession zur Dokumentation "Heinrich, der Tyrannen-König"

Mit voller Hoffnung habe ich mir besagte angesehen und wurde bitterlich enttäuscht.

Zum einen, weil ich die Dokumentation doch schon kannte, und zum anderen weil sie wahrlich keine Gute ist!

Warum? Es gibt verschiedene Gründe wie zum Beispiel die Darstellung Henrys, die nicht nur sehr einseitig ist, sondern auch unreflektiert. Henry als skrupellosen Fettwanst zu präsentieren wird ihn weder gerecht noch ist es korrekt - seine vermeindliche Gefräßigkeit war unter den Adligen üblich. Es ist immer wichtig, historische Persönlichkeiten auch mit den Maßstäben ihrer Zeit zu betrachten - was heute als brutal gilt muss damals mit nichten so wahrgenommen worden sein.

Leider war der Titel der Dokumentation kein "Eyecatcher" um Neugier zu wecken, sondern die ganze Dokumentation war durchzogen von künstlicher Dramatik und einseitigen Darstellungen sämtlicher Personen.

Zudem bemerkte ich auch falsche Informationen. Als es die Männer ging, die mit Anne angeklagt wurden, hießt es, es seien alle gefoltert worden. Wenn jemand gefoltert wurde, dann wohl Mark Smeaton, da er als einziger kein Adliger war, und selbst da weiß man nicht, ob er sowas durchleiden musste.

Schlußendlich habe ich mir den ersten Teil nicht einmal zu Ende angesehen, da schon so viele Sachen aufgetaucht sind, die ich für untragbar halte. Mir ist klar, dass es hinter Dokumentation oft das Bestreben steckt, das Thema auch für Uninteressierte ansprechend zu gestalten, aber dieses Ausmaß ist meiner Meinung nach nicht der Sinn einer Dokumentation. Da würde ich sogar eher die Serie "die Tudors" nahe legen, die definitiv keine Dokumentation ist, aber wenigstens unterhaltsam und - wenn man keine allzu hohen Erwartungen an historische Genauigkeiten hat - erstaunlich genau ist. ;)

Wie immer würde ich mich über eure Beteiligung, Meinung, Kritik und Lob freuen. :D

Ansonsten noch einen schönen Sonntag.

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