Mittwoch, 12. Oktober 2011

O death, rock me asleep



Diesen Text soll Anne Boleyn in der Nacht vor ihrer exikution verfasst haben:

o death, rock me asleep
„O death, rock me asleep,
Bring me to quiet rest,
Let pass my weary guiltless ghost
Out of my careful breast.
Toll on, thou passing bell;
Ring out my doleful knell;
Let thy sound my death tell.
Death doth draw nigh;
There is no remedy.
 
My pains who can express?
Alas, they are so strong;
My dolour will not suffer strength
My life for to prolong.
Toll on, thou passing bell;
Ring out my doleful knell;
Let thy sound my death tell.
Death doth draw nigh;
There is no remedy.
 
Alone in prison strong
I wait my destiny.
Woe worth this cruel hap that I
Should taste this misery!
Toll on, thou passing bell;
Ring out my doleful knell;
Let thy sound my death tell.
Death doth draw nigh;
There is no remedy.
 
Farewell, my pleasures past,
Welcome, my present pain!
I feel my torments so increase
That life cannot remain.
Cease now, thou passing bell;
Rung is my doleful knell;
For the sound my death doth tell.
Death doth draw nigh;
There is no remedy.“

Ich war so frei und habe den Text übersetzt, allerdings ohne Gewähr.

O Tod, schaukel mich in den Schlaf
„O Tod, schaukel mich in den Schlaf,
bring mich zur stillen Ruhe.
Lass meinen ermüdeten schuldlosen Geist
in Ohnmacht fallen aus meiner besorgten Brust.
Läute, du vorübergehende Glocke;
Rufe mein trauriges Grabgeläute aus;
Lass deinen Laut von meinen Tod erzählen.
Bald baut der Tod ab;
Es gibt keine Lösung.

Mein Schmerz, wer vermag ihn auszudrücken?
Ach, er ist so stark;
Meine Kraft wird meinen Kummer nicht aushalten
um mein Leben zu verlängern.
Läute, du vorübergehende Glocke;
Rufe mein trauriges Grabgeläute aus;
Lass deinen Laut von meinen Tod erzählen.
Bald baut der Tod ab;
Es gibt keine Lösung.

Alleine im Gefängnis
erwarte ich stark mein Schicksal.
Wehe, diese Geltung dieses grausamen Zufalls,
dass ich dieses Elend schmecken muss.
Läute, du vorübergehende Glocke;
Rufe mein trauriges Grabgeläute aus;
Lass deinen Laut von meinen Tod erzählen.
Bald baut der Tod ab;
Es gibt keine Lösung.

Ade, meine vergangene Freude,
Willkommen, mein gegenwärtiger Schmerz!
Ich spüre meine Pein ansteigen
jenes Leben kann nicht verbleiben.
Ende jetzt, du vorübergehende Glocke;
Geläutet ist mein trauriges Grabgeläute;
Für den Laut meines Todes.
Bald baut der Tod ab;
Es gibt keine Lösung.“

Mein Englisch ist etwas eingerostet, aber ich hoffe es gefällt dennoch.


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Kommentare:

  1. Deine Übersetzung geht sehr unter die Haut. Ich finde sie sogar verzweifelter und schwermütiger als das Original.

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  2. Hallo, hab hier noch eine etwas andere Version gefunden und zwar aus dem Buch Heinrich VIII. mein Leben.

    Oh Tod, wieg mich in den Schlaf,
    Bring mir ersehnte Ruh'!
    Führ meinen unbefleckten Geist
    Aus meiner Brust dir zu.
    Die Totenglocke läut'!
    Meinen Tod ihr Klang künd'!
    Denn ich muss gehen,
    Nichts hält mich hier zurück.
    Nun muss ich gehen.
    Mein Schmerz, wer kann`s schon sagen,
    Oh Pein!wie groß er ist!
    Mein Leiden hat nicht mehr die Kraft
    Mein Leben zu verlängern
    In fremder Kerkerhaft.
    mein Schicksal hier beklag'ich
    Beklag' mein grausam' Los, das mir
    Dies Elend auferlegt.
    Lebt wohl, vergang'ne Freuden !
    Es komm',was Schmerz mir birgt.
    Ich fühl's, die Qualen nehmen zu,
    Mein Leben ist verwirkt.
    Läut' nun zum letzten Gang!
    Mein Grabgeläut schon klang,
    Tod ward kund durch seinen Klang!
    Schon nahet der Tod.
    Läutet klagend die Glocke!
    Nun muss ich fort!
    Mein Nam', voll Schand getilget
    Durch bösen Hass und falschen Mund!
    Laßt mich noch einmal sprechen:
    Leb wohl! zum Glück-adieu! Freudenstund!
    Zu Unrecht hat er meinen Namen
    Die Todeswunde beigebracht.
    Sprich,was du magst, es war nie so,
    Du suchst und wirst doch nimmer froh!


    grüße, Claudia

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  3. Ist das Buch von Margaret George? Denn so würde ich das Zitat besser kennzeichnen.

    Aber auf jeden Fall: Danke!

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  4. ja es ist ein Zitat von Margaret George .Dachte das reicht..!Werde es mir merken. Danke

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    1. Man kann bei Zitaten nicht vorsichtig genug sein. ;)

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  5. Dann hab ich es ja wenigstens bei der Katharina v. Aragon richtig gemacht.

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